Geschwungener Bogen als gestalterische Grafik

Eigenbluttherapie und Autologes plättchenreiches Plasma (A-PRP): Was ist das?

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Als Autologes plättchenreiches Plasma wird ein Thrombozytenkonzentrat bezeichnet, welches aus dem Blut des Patienten gewonnen wird. Im Rahmen der Eigenbluttherapie werden rote und weiße Blutkörperchen zu einem Großteil aus dem entnommenen Blut herausgefiltert, so dass es überwiegend aus Blutplasma besteht. Das entnommene Blut wird dann zentrifugiert, um das Plasma von den übrigen zellulären Bestandteilen zu trennen. Dieser Vorgang wird auch Plasmapherese genannt. Um eine Gerinnung des Blutes zu verhindern, wird als Gerinnungshemmer Citrat, also Zitronensäure, eingesetzt.

Re-Injektion des angereicherten plättchenreichen Plasmas

Anschließend wird das Plasma in mehreren Phasen mit den körpereigenen Blutplättchen (Thrombozyten) angereichert. Dadurch wird eine drei- bis sechsmal höhere Konzentration erreicht, was für die Wundheilung enorm förderlich ist. Dieses sogenannte „plättchenreiche Plasma“ wird dann im Verlauf der Eigenbluttherapie lokal injiziert und unterstützt die körpereigenen Heilungsprozesse und trägt gleichzeitig zur Regeneration von Knorpel bzw. Gewebe bei. Das geschieht dadurch, dass der Körper das Blut an der jeweiligen Stelle als fremd wahrnimmt und somit eine leichte Entzündung als Reaktion auslöst. Diese setzt den Selbstheilungsprozess in Gang.

Eigenbluttherapie ohne Nebenwirkungen

Nebenwirkungen wie Allergien oder einer Immunabwehr brauchen nicht befürchtet zu werden. Diese können nicht auftreten, da es sich bei dem plättchenreichen Plasma um eine körpereigene Substanz aus dem Körper des jeweiligen Patienten handelt.

Die Eigenblutbehandlung ist eine bereits seit Jahren bewährte Methode zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Verletzungen. Die ersten Behandlungen wurden bereits im 19. Jahrhundert durchgeführt.

Wofür wird die Eigenbluttherapie eingesetzt?

Heutzutage wird die Eigenbluttherapie zur Behandlung offener Wunden und auch in der plastischen Chirurgie, der Zahnchirurgie, ebenso wie in der Herz- und Thoraxchirurgie angewandt. Doch nicht nur in der Chirurgie ist die Eigenbluttherapie zu finden, sondern auch im breiten Leistungsspektrum der Orthopädie. Sie wird vorwiegend eingesetzt bei:

  • Arthrose und Arthritis
  • Bänderrisse
  • Muskelzerrungen
  • Muskelfaserrisse
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Bandscheibenvorfällen
  • Zur Unterstützung der Wundheilung nach operativen Eingriffen
  • Tennisarm
  • Verletzung der Rotatorenmanschette

Gerade im Rahmen der Arthrosetherapie ist die Eigenbluttherapie eine erfolgversprechende Alternative zu konservativen Behandlungsmethoden wie der häufig angewandten Kortisontherapie. Die Kortisoninjektionen können auf Dauer gewebeschädigend sein und zu einer Rückbildung des Bindegewebes führen. Im Gegenteil dazu stellt die Eigenbluttherapie einen erheblich schonenderen Ansatz dar. So hat sie zum Beispiel auch keinen schädigenden Einfluss auf den z.B. auf den Verdauungstrakt. In der Regel wird zur Behandlung von Arthrose die Eigenbluttherapie mit Hyaluronsäure kombiniert.

Eigenbluttherapie fördert Selbstheilungsprozess

Bei der Behandlung von Verletzungen weist die Eigenbluttherapie umfassende biochemische Fähigkeiten auf. So bildet sie nicht nur blutstillende Barrieren, sondern auch Wachstumsfaktoren, regen den Selbstheilungsprozess an verringern die Gefahr einer Entzündung. Die thrombozyteneigenen Hormone fördern die Bildung von Bindegewebe und das Zellwachstum.

Eigenbluttherapie im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden

Die Eigenbluttherapie mit plättchenreichem Plasma gilt als eine Methode, die im Vergleich zu anderen konservativen Behandlungsmethoden deutlich sanftere Ansätze aufweist und erheblich schonender für den gesamten Organismus ist, da sie mit körpereigenen Substanzen durchgeführt wird.

Die signifikantesten Unterschiede der Eigenbluttherapie im Vergleich zu regulären Behandlungsmethoden sind:

  • Die Eigenbluttherapie verfolgt einen langfristigen Ansatz
  • Die Eigenblutbehandlung ist im Bereich der autologen regenerativen Medizin angesiedelt
  • Ihr Ziel ist nicht nur die vorübergehende Schmerzlinderung, sondern obendrein auch das Verhindern der weiteren Degeneration des Knorpels.
  • Die Eigenbluttherapie regt den Reparaturmechanismus von geschädigtem Gewebe an und unterstützt so den Selbstheilungsprozess.

Gerne informiert unser Praxis-Team sie auch über unsere weiteren Leistungen!

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